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Ampel sucht Gespräch zu Landwirten: „Wir nehmen die Sorgen sehr ernst“

Nachdem SPD, GRÜNE und FDP ihren gemeinsamen Antrag zur Einrichtung einer Fahrradstraße von der Engelsburg durchs Feldbachtal Richtung Kräwinklerbrücke in der Bezirksvertretung Lennep (BV 3) geschoben haben, haben sich nun Mitglieder der drei Fraktionen mit den ansässigen Landwirten zu einem Gespräch vor Ort getroffen und sich ihre Sorgen – auch unabhängig von der geplanten Fahrradstraße – schildern lassen.

Dabei berichteten die Bauern eindrücklich von ihren Ängsten vor Verkehrsunfällen an der Straße Eichenhof, an der sie ihre Höfe und landwirtschaftlichen Flächen besitzen und bewirtschaften und die in eine Fahrradstraße umgewidmet werden soll. „Das nehmen wir sehr ernst“, sagt Rolf Haumann, Bezirksbürgermeister in Lennep. „Insbesondere die Gefahren durch und für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger während der Erntezeit, aber auch die Nutzung der Straße durch nicht ortsansässige Autofahrende müssen im Rahmen der Einrichtung der Fahrradstraße bedacht werden.“

Jürgen Kucharczyk, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, ergänzt: „Sicherheit und Rücksichtnahme müssen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer an erster Stelle stehen. Wenn wir die Maßnahme in ein Pilotprojekt mit einer Laufzeit von einem Jahr einfügen, können wir die einzelnen Parameter regelmäßig evaluieren und gegebenenfalls anpassen.“

Torben Clever, Lenneper Ratsmitglied der Freien Demokraten, begrüßt das Engagement der Ortsbauernschaft: „Der Ausbau des Radverkehrs ist notwendig, um die Mobilität in Remscheid klimafreundlicher zu gestalten. Gleichzeitig wollen wir die Remscheiderinnen und Remscheidern nicht in ihrer Mobilität einschränken. An diesem praktischen Beispiel im Feldbachtal können wir nun diese beiden Aspekte in Einklang bringen. Ich freue mich, dass sich die Ortsbauernschaft engagiert und diesen Prozess unterstützt, indem sie ihre Bedürfnisse einbringt.“

Daher sind die Ampel-Partner übereingekommen, den Antrag mit flankierenden Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit sowie um eine kritische Auswertung der Erfahrungen nach einem Jahr zu erweitern. Rolf Haumann: „Wo Radfahrende mehr Rechte bekommen, haben sie auch mehr Verantwortung. Daher werden wir die Stadt bitten, eine Kampagne zur gegenseitigen Rücksicht im Straßenverkehr zu entwickeln. Dazu gehört auch die Rücksicht auf den landwirtschaftlichen Verkehr.“

Ein entsprechender Ergänzungsantrag wird momentan von den Ampel-Parteien erarbeitet.

Ampel sucht Gespräch zu Landwirten: „Wir nehmen die Sorgen sehr ernst“

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