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FDP-Fraktion kritisiert unverhältnismäßige Kosten für die Umpflanzung der Schneitelhainbuche

Die FDP-Ratsfraktion sieht die geplante Umpflanzung der Schneitelhainbuche an der Hilda-Heinemann-Schule kritisch. Nach aktuellen Planungen sollen für die Verpflanzung des Baumes rund 200.000 Euro aufgewendet werden. Für die Freien Demokraten steht diese Summe in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen der Maßnahme.

„Der Ausbau der Hilda-Heinemann-Schule ist notwendig, um den steigenden Bedarf an Schulplätzen für Förderschülerinnen und Förderschüler zu decken“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Sven Chudzinski. „Deswegen haben wir uns klar für eine schnelle und wirtschaftliche Umsetzung des Vorhabens ausgesprochen.“

Aus Sicht der Freien Demokraten war es richtig, die Umpflanzung der Buche zu prüfen. Doch eine Umpflanzung mit solch hohen Kosten ist nicht verhältnismäßig: „So sehr wir den Wunsch nach dem Erhalt des Baumes nachvollziehen können – die Stadt Remscheid steht finanziell unter erheblichem Druck. In einer solchen Situation müssten Prioritäten klar gesetzt werden“, betont das Lenneper Ratsmitglied Torben Clever und sieht gleichwohl keine andere Wahl für die Stadt Remscheid: „Wir nehmen natürlich die Vorgaben der oberen Naturschutzbehörde, die eine Fällung des Baumes unmöglich machen, zur Kenntnis. Leider haben wir keine Alternative zur Umpflanzung, wenn wir nicht auf die Erweiterung der Förderschule verzichten oder Umplanungen mit Zeitverzögerungen und Mehrkosten von 3,5 Millionen Euro akzeptieren wollen“, so Clever weiter.

Fraktionschef Chudzinski betont, dass sich die Fraktion grundsätzlich für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem städtischen Baumbestand einsetzt. Gleichzeitig dürften emotionale Debatten nicht dazu führen, dass wirtschaftlich fragwürdige Entscheidungen getroffen werden: „200.000 Euro für die Verpflanzung eines einzelnen Baumes, dessen Überleben am neuen Standort ungewiss ist, sind kaum vermittelbar – erst recht in Zeiten knapper Kassen. Dieses Geld kann an anderer Stelle deutlich sinnvoller eingesetzt werden, beispielsweise für die Pflanzung von hundert jungen Bäumen“, so Chudzinski.

Der Hintergrund ist die Erweiterung der Hilda-Heinemann-Förderschule, für die Investitionen von insgesamt über 30 Millionen Euro vorgesehen sind. Im Zuge der Bauplanung steht auch eine rund 150 bis 160 Jahre alte Schneitelhainbuche im Fokus der Debatte, die ursprünglich gefällt, nunmehr jedoch erhalten und verpflanzt werden soll.

Bild: KI-generiert

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