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Todtenhausen: Neues Gutachten stärkt deutschem Meisterwesen im Handwerk den Rücken

Der Deutsche Bundestag diskutiert aktuell über eine mögliche Wiedereinführung der Meisterpflicht in einzelnen Handwerksgewerken, die vor 15 Jahren von der rot-grünen Bundesregierung abgeschafft wurde. Neben einem Rechtsgutachten aus dem vergangenen Jahr liegt nun ein aktuelles Gutachten der Wettbewerbsökonomen Justus Haucap, ehemaliger Vorsitzender der Monopolkommission, und Alexander Rasch vom „Düsseldorf Institute for Competition Economics“ (DICE) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vor.

„Die Wettbewerbsexperten der Uni Düsseldorf zeigen auf, dass die längere Bestandsfestigkeit von Meisterbetrieben dem Verbraucherschutz sehr dient“, freut sich der bergische FDP-Bundestagsabgeordnete und Elektromeister Manfred Todtenhausen. „Was nutzt einem Verbraucher die Gewährleistungspflicht, wenn es das Unternehmen in zwei Jahren nicht mehr gibt?“

Dieses wesentliche Kriterium kann nach Auffassung der beiden Wissenschaftler zu einer positiven Bewertung des Meisterbriefs führen und die entsprechende Zulassungspflicht begründen. Schon das das rechtliche Gutachten aus dem letzten Jahr kommt zu diesem Ergebnis, führt zusätzlich aber auch die Bedeutung der Ausbildungsleistung von Meisterbetrieben für die Heranbildung von Fachkräften und dem weiterhin bestehenden Kriterium der Gefahrengeneigtheit als wesentliche Entscheidungsgrundlagen an.

Todtenhausen: „Bundeswirtschaftsminister Altmaier muss deshalb jetzt für klare Entscheidungsgrundlagen sorgen und auch in Europa für den Meisterbrief zu werben. Aus diesem Grund erwarte ich von ihm, dass er dem Bundestag bereits bis Mai einen Gesetzentwurf vorlegt, damit weitergehende Initiativen zur Verbreitung des bewährten Modells der handwerklichen Aufstiegsfortbildung und des Meisterbriefes auch in Europa – zusammen mit einem dann neuen Europäischen Parlament und einer veränderten EU-Kommission – unmittelbar angestoßen werden können.“

Das deutsche Berufsbildungssystem kann von einer Aufwertung des Meisterwesens nach Einschätzung Todtenhausens sicher auch in seiner Ausstrahlung in anderen Ländern profitieren: „Generell gilt: Nicht alle Menschen haben die gleiche Begabung. Der eine ist eher praktisch begabt, der andere vielleicht ein guter Akademiker. Wir als FDP wollen die berufliche Bildung der akademischen Bildung gleichsetzen und als Best Practice in der Europäischen Union verankern.“

Ökonomische Aspekte der Novellierung der HwO 2004 – Studie im Auftrag des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH)

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